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Metal Factory since 1999
Oh Cheffe..., ich wusste schon immer, dass du eine Schwäche dafür hast, mir Alben mit irgendeiner Art von kosmischem Bezug zu schicken. Aber ich hätte nicht erwartet, dass Metal Factory plötzlich zu einer astrophysikalischen Fachzeitschrift wird.
MOONSPELL haben in ihrer Karriere einen Punkt erreicht, an dem es leicht wäre, auf alten Stärken aufzubauen. Doch «Far From God» klingt nicht nach einer trägen Band, die von ihrem eigenen Ruhm zehrt. Es klingt wie eine Gruppe, die um Mitternacht bewusst in die Kathedrale zurückkehrt, die Kerzen wieder anzündet und daran erinnert, warum Gothic Metal einst so gefährlich, sinnlich und gespenstisch wirkte.
Schon das Cover verrät die halbe Geschichte. Auf Lluís Rigalts Ruïnes (1865 – als Kunst noch ohne Prompt entstand) sind zerfallende Steinbögen zu sehen, die langsam von der Natur zurückerobert werden. Verfall und Leben sind untrennbar miteinander verbunden, aus der Verlassenheit entsteht Schönheit und die Stille scheint fast hörbar zu sein. Fragt euch nun selbst: Wie sollte der Soundtrack zu einem solchen Gemälde klingen? Diese Frage beantworten TODOMAL mit «Graveyards Of Joy».
Das Debüt-Album «All Tomorrow's Darkness» von LIMINAL SKY wirkt wie ein auf Tonband festgehaltener, langsamer emotionaler Zusammenbruch. Jaime Gomez Arellano und Daniel Knight haben Trauer, Schlaflosigkeit und Isolation in ein zutiefst atmosphärisches Erlebnis verwandelt, das ständig zwischen zerbrechlicher Schönheit und völliger emotionaler Erschöpfung schwankt.
Es hat etwas Seltsam-Beruhigendes, ein neues Album von ALL THEM WITCHES aufzulegen. Man weiss nie so recht, wohin einen der nächste Song führen wird, aber man weiss, dass die Reise nicht überstürzt sein wird. «House Of Mirrors» bildet da keine Ausnahme.
Es ist Mitte Juni, draussen fühlt es sich eher nach Sahara als nach Zentralschweiz an. Der Hund schaut einen an, als hätte man persönlich den Sommer erfunden, und selbst die Abendrunde wird zur Schweissübung. In solchen Momenten hilft eigentlich nur noch Flucht. Nicht physisch, sondern musikalisch. Also ab nach Island.
"Es gibt immer Hoffnung, solange die Leinwände noch leer sind." – Gustav Klimt – Als Gustav Klimt 1918 starb, blieben mehrere Bilder unvollendet zurück. Die italienische Band Klimt 1918 trägt sein Vermächtnis seit über zwanzig Jahren im Namen – nicht als Kunstprojekt, sondern als musikalische Suche nach Schönheit in Melancholie, Sehnsucht und Vergänglichkeit. Mit «Àmor» legen die Römer nun ihr erstes Studioalbum seit fast einem Jahrzehnt vor. Hat sich das Warten gelohnt?
CHILD gehören zu jenen Bands, die ihre Wurzeln im Blues nie verleugnen, aber trotzdem nicht wie eine Retro-Kapelle klingen. Auf «Rebirth» drehen die drei Australier nicht einfach den Verstärker weiter auf, sondern konzentrieren sich stärker auf die Songs selbst.
VALOSTA VARJOON verstecken sich nicht hinter skandinavischen Winterklischees, Corpse-Paint-Mystik oder dem x-ten Foto eines nebligen Waldes. Ihre Dunkelheit stammt aus der Oberpfalz: Granitfelsen, Burgruinen, Moorlandschaften und jene Art von Kleinstadtkneipe, in der Geschichte, Frustration und schlechte Entscheidungen problemlos an ein und demselben Tisch Platz finden. «Blut, Stahl und Leid» verströmt einen ganz besonderen Geruch nach feuchtem Stein, Rauch und verschüttetem Bier.
Was ist eigentlich so faszinierend an einem Monolithen? In "2001: A Space Odyssey" erscheint er als rätselhaftes Symbol, das Entwicklung, Veränderung und etwas Grösseres als den Menschen selbst verkörpert.