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Die norddeutschen Thrasher von EXTINCT legen mit einem Intro vor, welches selbst Iced Earth bestens zu Gesichte gestanden hätte. Danach fliegen aber die Motten aus dem Teppich. Die Jungs um den singenden Bassisten Helge Hentrop lassen die Haare kreisen und kennen keine Geschwindigkeits-Begrenzung. Dies, obschon sie immer wieder gekonnt kleine Breaks einbauen.
Nachzuhören auf dem Opener «The Conservative Reactionary Wokeness Strikes Back». In ähnlichem Fahrwasser schippert «Wladon In Wonderland». Die Herren können dabei ein Faible für Annihilator und Testament nicht von der Hand weisen und halten ihre Tracks durchwegs abwechslungsreich. Das dritte Album von Extinct hat einiges zu bieten, das zu überraschen und zu überzeugen vermag.
Die Mischung aus AC/DC und Slayer (oh ja ich weiss, ein sehr mutiges Statement!) bei «March Of The Extinct Squad» verbindet Härte mit rockigem Groove und hebt die Jungs aus der Flut an Thrash-Bands heraus. Daneben prügeln sich Extinct aber auch kompromisslos durch ihre Tracks hindurch (wie beim Titelsong), bringen die schweren Riffs von Celtic Frost («Egoplasma») ein oder lassen mit «Enlightenment» die alten Suicidal Tendencies aufleben. Thrash-Herz, was willst du mehr? Also losgerannt in den nächsten Plattenladen und «In Conspiracies We Trust» antesten.
Tinu