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James McBain, der sympathische Schotte aus Aberdeen, ist schlichtweg ein Teufelskerl. Die hohe Hürde, die er sich mit dem Vorgänger «Warlock Grim & Withered Hags» gelegt hat, schien ihn bei den Aufnahmen zum vierten Studio-Aalbum jedenfalls nicht gestört zu haben. Anders lässt sich dieses Wahnsinns-Album von HELLRIPPER nicht erklären. Doch von vorne…
Der Opener «Hunderprest» ist eine typische Hellripper Hymne und wird live für Furore sorgen. Fast schon hektische Riffs zum Beginn, lässt der Song kaum Zeit zum Atmen und nimmt nach der Hälfte sogar noch mehr Fahrt auf. Dazu schafft es James aber immer wieder, Melodien nicht zu kurz kommen zu lassen. «Kinchyle (Goatkraft And Granite» ist eines der Highlights. Es handelt sich dabei übrigens um den Schlachtruf des McBains Clans. Der Song überrascht neben seiner Eingängigkeit mit einer clever eingebauten Akustik-Gitarren-Sequenz, welche dem Ganzen noch das I-Tüpfelchen aufsetzt.
«The Art Of Resurrection» startet mit Pianos und variiert im Tempo mehr als die beiden Songs vorher. «Baobhan Sith (Waltz Of The Damned)» setzt im Refrain tatsächlich Walzer im Blut frei und zeigt das Händchen von James für starke Song-Aufbauten eindrücklich. Natürlich wird einem auf «Coronach» auch ordentlich was in die Fresse gehauen. Was soll man bei einem Titel wie «Blakk Satanik Fvkkstorm» auch anderes erwarten? Das wird mörderische Moshpits absetzen! Nach dem melodiöseren «Sculptors Cave» und dem guten, aber weniger spektakulärem «Mortercheyn» hat sich der Mastermind als Schluss eine eindrückliche Nummer aufgespart.
Der Titeltrack beschreibt der Gesang auf schottischen Beerdigungen und entpuppt sich als ausufernder wie epischer Acht-Minüter, welchen jeden Fan von Bathory aufhorchen lassen sollte. Insgesamt bleibt McBain seinen Trademarks treu, hat diese aber geschickt durch kleine Überraschungen verfeinert. Das neuste Machwerk «Coronach» ist also das bisherige Magnus Opus von Hellripper geworden und für Fans ein absoluter Pflichtkauf, der durch das geile Artwork eh noch zusätzlich aufgewertet wird. Hammer-Scheibe: "All hail the goat!"
Rönu