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LANSDOWNE haben die Rock- und Metal-Szene in den Jahren ihres Bestehens nicht gerade mit Alben oder anderen Veröffentlichungen überflutet. Die Bostoner Alternative Metal Combo debütierte 2011 mit «Blue Collar Revolver», und es dauerte weitere zwölf Jahre, einschliesslich einer zweijährigen Pause, bis das zweite Album «Medicine» in die Erdumlaufbahn geschossen wurde.
Dieses Album schien eine positive Entwicklung eingeleitet zu haben, denn bis zum aktuellen Werk, «Wish You Well», sind nur drei Jahre vergangen. Album Nummer drei enthält elf Songs und beginnt mit «Burn It Down», einem Hard Rock Opener mit einer guten Melody-Line. Schnell fühlt man sich an Bands wie Black Stone Cherry erinnert, die für ihren energiegeladenen Rock mit kommerziellem Touch bekannt sind. Der atmosphärische Titel «Make It A Lie» wechselt gekonnt zwischen härteren Riffs und gefühlvollen Passagen, wobei Jon Riccis Gesang das zentrale Element des Songs bildet.
«Wish You Well» ist wieder eine Platte, die strukturell einer klaren Linie folgt. Die Kombination aus härteren Gitarren-Parts und emotionalen Nuancen bildet die Grundlage jedes Songs. Trotzdem hängt die Scheibe nicht, denn Lansdowne schaffen es gekonnt, aus jedem Track ein Stück von unterhaltsamen Alternative Rock zu machen, der für ein breiteres Publikum produziert ist. «Bury Me» weicht dezent von diesem musikalischen Prinzip ab, doch der Longplayer besticht insgesamt durch vorhersehbare Grooves.
«Wish You Well» ist durchaus ein lebhaftes Rock-Album mit kraftvollem Sound, heisst der perfekte Soundtrack für eine lange Autofahrt in den sommerlichen Sonnen-Untergang, sozusagen. Gleichzeitig bietet das dritte Album des Fünfers keine unerwarteten Wendungen oder überraschenden Momente mit hohem Wiedererkennungswert. Dadurch wird «Wish You Well» im besten Fall zu einem soliden Rock-Album aus der Mainstream-Ecke. Mehr ist leider nicht drin.
Oliver H.