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Metal Factory since 1999
Sie zählen zu meinen absoluten Helden, haben tatsächlich nochmals die Kurve gekriegt und biegen mit dem vierzehnten Studio-Album ums Eck, als hätte es nie ein Werk wie den Vorgänger «Congregation Of Annihilation» (2023) gegeben. Diese Scheibe von METAL CHURCH hinterliess nämlich einen bitteren Nachgeschmack bei mir.
Kennt Ihr dies, wenn Eure Götter plötzlich mit einer unerwartet "mittelmässigen" Scheibe ans Tageslicht kommen? Etwas, das man nicht wahrhaben will, weil sie vorher immer abgeliefert haben? Auch wenn damit der tragische Tod von Sänger Mike Howe verarbeitet werden musste und die Jungs mit mehr Härte als sonst auftauchten, blieb am Ende eine gewisse Ernüchterung. Dies lag auch an Sänger Marc Lopes, der nicht überzeugte. Da Metal Church auch sonst nicht immer auf Rosen gebettet waren, ging ich davon aus, dass sich die Truppe um Band-Gründer Kurdt Vanderhoof nun endgültig verabschieden würde, aber..., falsch gedacht!
Kurdt stieg wie der Phoenix aus der Asche auf, rief seinen alten Bandkumpel Rick Van Zandt (Gitarre) an und holte sich den ehemaligen Megadeth Bassisten Dave Ellefson, den aktuellen Flotsam And Jetsam Drummer Ken Mary sowie den ehemaligen Vicious Rumors Schreihals Brian Allen in die Truppe (was für eine grandiose Konstellation!). Mit «Dead To Rights» kommt somit sicherlich ein etwas härteres Album in die Plattenläden, als man es von «The Dark» oder «Blessing In Diguise» her kennt. Die Riffs poltern aber noch immer mächtig aus den Speakern (Titelsong, «Deep Cover Shakedown», «The Show», «Wasted Time»).
Metal Church haben ihre Vorreiterrolle, die sie seit 1980 innehaben, erfolgreich verteidigt. Ihr US Power Metal baut, dank der neuen Rhythmus-Sektion, auf ein unglaubliches Fundament, bei dem sich die beiden Gitarristen metallisch, aber auch mit coolen Classic Rock Melodien austoben können. Brian erinnert mit seiner Stimme stark an jene von Ur-Sänger David Wayne, und man darf schon jetzt auf die kommenden Live-Auftritte gespannt sein! Grossartiges Comeback einer Truppe, die nie weg war, nach wie vor zu den Top Metal Bands gehört und mit «Dead To Rights» aufzeigt, wie vielschichtig die Jungs noch immer sind.
Tinu![]()