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Mit ihrer Rohheit wirkt die Band Monsternaut in der heutigen, übermässig glattpolierten Musik-Landschaft fast schon provokativ. Das finnische Trio Monsternaut reduziert alles auf das Wesentliche und gehen noch einen Schritt weiter:
Sie behaupten nicht nur, authentisch zu sein, sondern bauen ihren gesamten Sound darauf auf. «From the Voids», produziert und gemastert von A. Kippo im Astia Studio in nur zehn Tagen, wurde direkt auf Analogband aufgenommen – ohne Nachbearbeitung, ohne Autotune, ohne digitales Sicherheitsnetz. Das ist ein kühnes Statement - und Ja man hört es tatsächlich.
Stilistisch entfernt sich die Band von ihrem früheren Stoner-Fuzz-Sound und bewegt sich hin zu etwas Dunklerem und Metallischerem. Die Riffs treffen mit einer dichten, beinah bedrückenden Wucht und erinnern an die Härte der frühen 90er Jahre, klingen dabei aber nicht nostalgisch. Tracks wie «Black Blizzard» und «Demon Strikes» leben von Wiederholung und Spannung. Sie bauen einen hypnotischen Stampfer auf, der sowohl für verschwitzte Clubböden als auch für lange Nachtfahrten wie geschaffen scheint.
Was die Monsternauten irgendwie sympatisch macht, ist ihre Weigerung, die Dinge zu komplizieren. Es gibt keine unnötigen Schichten, keine Studiotricks - nur eine Band, die ihren Instinkten vertraut. Dieses Selbstvertrauen zahlt sich besonders in der Rhythmusgruppe aus, wo die Grooves lebendig und nicht programmiert klingen.
Dies ist kein Album für diejenigen, die nach technischem Feuerwerk oder modernem Glanz suchen. Für Hörer, die sich nach Authentizität, Gewicht und einem Gefühl der Unmittelbarkeit sehnen, liefern Monsternaut jedoch etwas zunehmend Seltenes: eine Platte, die genau so klingt, wie sie gespielt wurde – laut, unvollkommen und absolut echt. Hört mal rein, wenn das euer Ding ist.
Lukas R.