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BELZEBONG klingen mit ihrem «The End Is High», als hätte Satan ein veganes Restaurant eröffnet, dessen Speisekarte ausschliesslich verbotenen Spinat enthält. Warum? Weil dieses Album nicht auf eine kirchenverbrennende Art und Weise böse wirkt. Es wirkt böse, als hätte man vergessen welcher Tag heute ist, und die Lava-Lampe wäre zum Lebensberater geworden.
«Bong & Chain» kriecht langsam aus den Lautsprechern, wie ein prähistorisches Tier, das komplett aus Fuzz-Pedalen besteht. Es dauert eine Ewigkeit, bis der Hauptriff kommt, aber wenn er kommt, dann mit der Wucht eines zusammenbrechenden Sofas. Er ist eher hypnotisch als aggressiv - Doom Metal, der dafür gemacht ist, Decken-Muster anzustarren. «420 Horsemen» ist dagegen vergleichsweise athletisch. Er ist immer noch massiv, bewegt sich aber tatsächlich. Die Gitarren duellieren sich wie zwei freundliche Dinosaurier, während das Schlagzeug das Tempo gerade so schnell hält, dass man vermutet, die Zeit existiere noch.
Zu Beginn von «Hempnotized» hält eine gesampelte Stimme eine pseudo-okkulte Predigt, im Grunde genommen eine pseudomystische Philosophie über veränderte Wahrnehmung und kosmisches Bewusstsein. Mit anderen Worten: Ein Kiffer erklärt um 3:17 Uhr morgens das Universum. Überraschend beruhigend. «Reefer Mortis» ist das finale Ritual und für mich der beste der 4 Songs. Langsamer, schwerer, spaciger - der Punkt, an dem die Platte aufhört, Musik zu sein, und zur Atmosphäre wird.
Auch hier redet einer, keine Ahnung was. Man hört nicht mehr, man taucht ein. Gibt es eine Altersbeschränkung? Wahrscheinlich nur emotionale Reife: Wenn Ihr in Panik geratet, weil drei Minuten lang nichts passiert, wartet ein paar Jahre und raucht weiter. Hörenswert? Auf jeden Fall, besonders für Fans von instrumentalem Stoner Doom, die ihre Apokalypse entspannt und leicht amüsiert mögen. Satan hat offenbar einen Sinn für Humor.
Lukas R.