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Ich bin eigentlich ein grosser Fan von Space- und Psychedelic-Musik – besonders Bands wie Naxatras oder auch My Sleeping Karma treffen genau meinen Geschmack. Mit «Beyond The Beyond» tauchen THE COSMIC DEAD erneut kopfüber in ihr charakteristisches Universum aus ausuferndem, halbimprovisiertem Space Rock ein – doch diesmal fühlt sich die Reise eher anstrengend als lohnend an.
Das Kollektiv aus Glasgow hat sich einen Ruf für hypnotische, tranceartige Jams erworben, und der Eröffnungstrack «Furthur» macht das sofort deutlich. Er erstreckt sich weit über die Zehn-Minuten-Marke hinaus und setzt auf Wiederholungen, dröhnende Texturen und einen langsam aufbauenden Groove. In der richtigen Umgebung – vielleicht einem dunklen Veranstaltungsort mit überwältigender Lautstärke – könnte dies ein immersives Erlebnis sein. Auf einer gewöhnlichen Heim-Anlage oder im Auto kann es sich jedoch eher anstrengend als mitreissend anfühlen.
Mit «Stronger» ändert sich die Lage ein wenig: ein kürzeres und direkteres Stück, das willkommenen Schwung einbringt. Es ist immer noch in Effekte und kosmischen Dunst getaucht, aber seine straffere Struktur bietet einen Einblick in das, was die Band erreichen kann, wenn sie sich etwas zurückhält. Der beste Song für mich ist jedoch «Aurora». Hier findet die Band endlich eine Balance zwischen Atmosphäre und Zugänglichkeit. Der allmähliche Aufbau wirkt zielgerichtet statt mäandernd und macht den Track zum fesselndsten Moment des Albums.
Der Schlusstrack «Aether» beginnt in einem ruhigen, fast schwebenden Klangraum – luftig und sanft treibend, dabei jedoch zunächst etwas zu zurückhaltend, sodass er leicht in den Hintergrund rücken kann. Doch etwa ab Minute Sieben ändert sich das Bild schlagartig: Der Song hebt plötzlich ab, gewinnt an Energie und entfaltet eine mitreissende Dynamik, die der Platte endlich echten Spass verleiht – nur um genau dann schon wieder zu enden.
Die musikalische Kompetenz und das Engagement der Band für ihr Handwerk sind unbestreitbar. Doch «Beyond The Beyond» ist ein Album, das eine ganz bestimmte Geisteshaltung erfordert – und eine gehörige Portion Ausdauer. Fans von unstrukturierter Psychedelia mögen hier noch immer Gefallen finden, doch für andere könnte sich diese kosmische Reise wie ein Trip anfühlen, der nirgendwo hinführt.
Lukas R.