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«No Safe Place» ist ein ziemlich geradliniges Black Metal Album, das genau das tut, was es sich vorgenommen hat: hart zuschlagen, scharf bleiben und niemals in atmosphärische Effekte um ihrer selbst willen abdriften. OPPRESSION halten die Dinge straff und fokussiert, setzen auf Geschwindigkeit, Direktheit und ein sehr klares Zielbewusstsein.
Das herausragende Element ist hier die Gitarren-Arbeit. Die Riffs treiben alles an – sie sind hart, schneidend und für ein so unerbittliches Album oft überraschend eingängig. Der Twin-Gitarren-Ansatz verleiht den Songs Form und Schwung, insbesondere in Titeln wie «Attrition» und «Homeland's Fury» (gefällt gut). Sie halten die Musik in Bewegung und vermeiden gleichzeitig die für das Genre typische Falle endloser, undeutlicher Wiederholungen. Der Rest der Instrumentierung ist solide, aber vertraut. Gesang, Schlagzeug und Bass orientieren sich stark an der typischen Black Metal Vorlage: raues Geschrei, stetiges Blasting und dichte Unterstützung im unteren Frequenzbereich.
Hier wird nichts neu erfunden, aber alles wird sauber und mit Überzeugung ausgeführt. Textlich stützt sich das Album auf Religion und sozialen Verfall – mit Ausnahme des letzten Songs, der zu purem Rock'n'Roll Chaos wechselt. Auch hier ist alles direkt und schnörkellos. Fans, die traditionellen Black Metal mit etwas mehr Riff-Definition als üblich bevorzugen, werden dieses Album zu schätzen wissen. «No Safe Place» versucht nicht, das Genre neu zu definieren – es ist einfach ein starkes, geradliniges Album mit Gitarren, die das Gewicht tragen. Wenn Ihr genau das sucht, ist dieses Album Euren Ohren wert.
Lukas R.