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Na, wenn das nicht nach Battle schreit! Auf ihrem Debüt-Album «As The Flame Withers» aus dem Jahr 2021 und dem Nachfolger «Blazing Inferno» (2024) war der Sound von YOTH IRIA klar definiert: griechischer Black Metal, angereichert mit einer Mischung aus Metal der 70er- und 80er-Jahre sowie nahöstlichen Stimmungen.
In den Augen wahrer Schwarzmetaller verwässern Yoth Iria auf «Gone With The Devil» vieles von dem, was sie einzigartig machte. In ihrem Bestreben, ein breiteres Publikum anzusprechen, verfolgt das Quintett aus Athen einen experimentelleren, instinktiveren und freieren Ansatz beim Komponieren. Mir gefällts, denn tatsächlich setzen Yoth Iria auf Zugänglichkeit, ohne jedoch die Elemente ihres ursprünglichen hellenischen Sounds zu verleugnen.
«The Blind Eye Of Antichrist» und «Woven Spells Of A Demon» verleihen dem Album eine Wärme, die im Black Metal normalerweise fehlt. «Dare To Rebel», das auch auf einem Equilibrium Album vorhanden sein könnte oder die Arch Enemy-ähnlichen «I Totem» und «Blessed Be He Who Enters» lassen die Tracks grundlegend anders klingen als frühere Veröffentlichungen. Die Grundmerkmale sind alle noch vorhanden; Blastbeats, harsche Vocals, verzerrte Gitarren, aber die Seele der Musik ist eine neue. Die Energie gekonnt gespielter Instrumental-Parts machen Yoth Irias neuestes Werk zu einem krassen Gegensatz alter Werke.
Die Gitarristen Nikolas Perlepe und Naberius produzieren eine üppige Soundwand aus blackened Tremolo-Riffs und Retro-Soli, während die Präsenz von Bassist Jim Mutilator jede Sekunde von «Gone With The Devil» durchdringt. Sänger He und Schlagzeuger Bill "Vongaar" Stavrianidis harmonieren hervorragend miteinander und treiben die Atmosphäre des Albums mit grosser Spannung voran. Yoth Iria sind als Band wirklich talentiert, und was sie auf Vinyl bannen, hat definitiv Hand und Fuss.
Die zehn Songs feuern dank Nikolas Perlepes Produktion aus allen Rohren, und Lawrence Macrory sorgte auf «Gone With The Devil» für den letzten Schliff. Auch wenn Yoth Iria nicht mehr aus der dunkelsten, schwarzgefärbten Ecke heraus agieren, setzen sie mit «Gone With The Devil» dennoch ein deutliches Zeichen: hymnische Gesangs-Strophen, eine pulsierende und solide Rhythmus-Gruppe, alles unterstrichen von einer epischen und theatralischen Atmosphäre.
Oliver H.