Samstag, 18. April 2026

Metal Factory since 1999

Lukas R.

Es gibt Neuauflagen, die für Sammler gedacht sind, und dann gibt es Neuauflagen, die ihre Existenz stillschweigend rechtfertigen, weil die Musik selbst noch immer von erstaunlicher Vitalität ist. JETHRO TULLs «Aqualung Live», ursprünglich 2004 für die Serie "Then Again Live" von Sirius XM aufgenommen und nun für die erste offizielle Vinyl-Veröffentlichung remastert, liegt irgendwo zwischen diesen beiden Polen.

LYCHGATE – Precipice

Samstag, 20. Dezember 2025

Mit «Precipice» kehren LYCHGATE nach längerer Pause zurück und machen sofort klar, dass dieses Album nicht für den beiläufigen Konsum gedacht ist. Die britische Band verfeinert ihre einzigartige Vision von avantgardistischem Black-/Death Metal weiter und drängt ihn in beunruhigendes, intellektuelles und emotional bedrückendes Terrain. Anstatt um der Extremität willen extrem zu sein, wirkt Precipice wie ein sorgfältig konstruierter Abstieg, bei dem jede musikalische Entscheidung dem grösseren konzeptionellen und atmosphärischen Ganzen dient.

BLUT AUS NORD – Ethereal Horizons

Freitag, 19. Dezember 2025

Mit «Ethereal Horizons» beweisen BLUT AUS NORD, eine Band die ich ausserordentlich mag, einmal mehr, warum sie nach wie vor eine der wichtigsten und unberechenbarsten Kräfte im Avantgarde Black Metal sind.

BLOOD RED THRONE – Siltskin

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Auch nach drei Jahrzehnten bleiben BLOOD RED THRONE aus Norwegen eine der Death Metal Bands, die nie vorgeben, etwas anderes zu sein als das, was sie sind: eine riffgetriebene, Faust ballende, groove-orientierte Maschine. «Siltskin», ihr zwölftes Album, erfindet diese Formel nicht neu, verfeinert sie aber mit einer Reife und Selbstsicherheit, die wohl nur eine Band dieses Alters und dieser Erfahrung aufbringen kann.

FÄUST – Crypts Of Eternity

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Mit «Crypts Of Eternity» liefert das französische Black Metal Projekt FÄUST ein bemerkenswert gutes zweites Album ab, das in Bezug auf Songwriting und Sound einen deutlichen Schritt nach vorne macht. Das Ganze ist zwar fest im melodischen Black Metal verwurzelt, vermeidet jedoch viele der abgedroschenen Klischees des Genres. Stattdessen konzentriert es sich auf Fluss, Klarheit und Atmosphäre.

LORD OF THE LOST – Opvs Noir Vol. 2

Dienstag, 16. Dezember 2025

Mit «Opvs Noir Vol. 2» setzen LORD OF THE LOST den Kurs fort, den sie mit dem ersten Teil ihrer Trilogie eingeschlagen haben. Doch dieser zweite Part wirkt weniger dringlich und letztendlich auch weniger packend. Der melancholische Rahmen ist derselbe, doch die schärferen Kontraste und Spannungs-Momente, die Vol. 1 gelegentlich beflügelt haben, fehlen hier weitgehend. Alles klingt hier sorgfältig geplant, makellos produziert und bewusst zugänglich.

MASTIFF – For All The Dead Dreams (EP)

Dienstag, 16. Dezember 2025

Es gibt Alben, die einen in eine Grube werfen und immer weiter Erde darauf schütten. MASTIFFs «For All The Dead Dreams» gehört eindeutig zu dieser Kategorie. In siebzehn Minuten liefern die Misery Merchants aus Hull fünf Songs, die sich wie ein anhaltender Angriff auf den Optimismus selbst anfühlen.

MARTRÖÐ – Draumsýnir Eldsins

Montag, 15. Dezember 2025

"Glámr war gross von Wuchs und von schreckenerregendem Aussehen; er war schwarz und starr in den Augen. Die Menschen fanden es ganz und gar nicht angenehm, ihm zu begegnen." So steht es in der Isländischen Grettis Saga und so könnte es dir auch bei dem Anhören dieses Werkes ergehen.

PHANTOMS OF FUTURE – Forever Dark

Samstag, 13. Dezember 2025

Mit «Forever Dark» kehren PPHANTOMS OF FUTURE nach einem Vierteljahrhundert mit einem Sound zurück, der sich anfühlt, als würde man eine riesige, nächtliche Kathedrale betreten: melancholisch, melodisch und schwer von ungelösten Fragen.

«Lucifer Lucem Proferens» ist ein Black Metal Album, das sich stark auf seine Gitarren-Arbeit stützt, um die Songs voranzutreiben. Die Riffs von THOKKIAN VORTEX sind oft das Highlight: scharf geschnitten, oft eingängig und verantwortlich für den Grossteil der Dynamik des Albums. Wenn die Gitarren in einen Groove wie bei «Shadowmother» kommen, wird die Musik wirklich packend.

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