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Vielleicht bin ich einfach nicht in der Stimmung für diese Art von Sound - oder es ist vielleicht gar keine "Musik" im herkömmlichen Sinne. «IX», das neunte Album der Instrumental-Wanderer PAPIR aus Kopenhagen, bewegt sich irgendwo zwischen Komposition und Improvisation, Struktur und Freifall.
Zwei Jahrzehnte nachdem EF mit ihrem Debüt-Album «Give Me Beauty … Or Give Me Death!» den skandinavischen Post-Rock stark geprägt haben, kehrt das Ensemble aus Göteborg zu dem Album zurück, mit dem alles begann - jedoch nicht mit einem Remaster oder aus Nostalgie heraus, sondern mit einer kompletten Neuaufnahme. Diese zeigt, wie weit EF gekommen sind, ohne das zu verlieren, was sie von Anfang an besonders gemacht hat.
DIE KRUPPS kehren mit «Will nicht - MUSS!» / «On Collision Course zurück». Die EP basiert auf grossen Ideen, zeigt für mich jedoch wenig Wirkung.
13. Dezember 2025, Luzern - Verkehrshaus
By Lukas R.
Mit «Emulations» liefern die Desert Rock Titanen BLUE HERON aus Albuquerque ein donnerndes Zwischenwerk (EP) ab, das alles andere als Füllmaterial ist. Anstelle eines herkömmlichen Albums verbindet die Band neue Studio-Aufnahmen mit einer rohen Live-Session, die im KUNM-Radio aufgenommen wurde.
Für Fans der norwegischen Black Metal Grössen 1349 bietet «Winter Mass» genau das, was sie erwarten: rasante Riffs, wilde Drums von Frost und Frontmann Ravn, der mit grimmiger Entschlossenheit heult. Das Live-Set wurde kurz nach der Pandemie in Oslo aufgenommen und vereint Material aus der gesamten Karriere der Band.
Fünfzehn Jahre der Stille sind eine lange Zeit – lang genug, damit Nostalgie verblasst, Mythen erstarren und das Vermächtnis einer Band in Vergessenheit gerät. «Swerve Of Atoms» beweist jedoch, dass DECORATE. DECORATE. nie dazu bestimmt waren, eine Fussnote im dänischen Alternative Rock zu bleiben. Ihr Reunion-Album ist kein Denkmal für die Vergangenheit, sondern eine lebendige Fortsetzung ihres Schaffens, das sie 2010 unterbrochen hatten.
Diese Deluxe-Neuauflage wurde aus den Original-Multitracks neu abgemischt und remastert. Dadurch atmet TAAKEs «Noregs Vaapen» wieder Nordavind (eisiger Nordwind). Die Gitarren zeichnen klarere Konturen, die tiefen Töne hämmern endlich wie Stiefel auf gefrorenem Eis und Hoests verbrannte Gesangs-Stimme liegt mit chirurgischer Klarheit im Mix.
Mit «In The Forest Singing Sorrowless» liefert JOY SHANNON ein Album ab, das ausserhalb der Grenzen herkömmlicher Genres existiert und dennoch Zuhörer anspricht, die sich von Atmosphäre, emotionaler Tiefe und mythisch inspiriertem Songwriting angezogen fühlen.
Von meinem neblig-verhangenen Sitzplatz in Luzern aus, wo die Tage zu einer grauen, unbeweglichen Masse verschwimmen, fällt es mir schwer, mich nicht zu fragen, ob Weimar – die Heimatstadt von INFERNAL PRESENCE - in einer ähnlich bedrückenden Stille versunken ist. «Fiery Paths» klingt jedenfalls wie Musik, die an einem Ort entstanden ist, an dem das Licht nur schwer durchbrechen kann. Dieses Debüt-Album entflieht der Düsternis nicht, sondern formt diese zu etwas Bewusstem und Fesselndem.