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Metal Factory since 1999
Eines der ersten Geschenke, die ich meiner Frau May gemacht habe, war ein komplettes Enya-CD-Set. Als Tolkien-Fan hat sich Enyas Musik tief in mein frühes Gefühl von Fantasie, Geborgenheit und Ruhe eingegraben. Wenn ich mir jetzt «The Fold» anhöre, das Debüt-album des Projekts ANTINOË der spanischen Pianistin und Sängerin Teresa Marraco, kommen diese Erinnerungen sofort wieder hoch.
20. November 2025, Zürich - Exil
By Lukas R.
«The Wounded Healer» ist von einer Art Fieber durchdrungen - einem Fieber, das brennt, reinigt und einen zitternd, aber gereinigt zurücklässt. PREYRS, das Projekt der in Belfast lebenden Musiker Amy Montgomery und Michael Mormecha, liefert mit diesem Album ein Debüt, das die kathartische Schärfe des Post Hardcore mit den hypnotischen Klängen des Alternative Rock verbindet.
Mit «Lupus Viridis» kehren VRÎMUOT in eine dunkle Folk-Landschaft zurück, die älter als die Erinnerung scheint. Das deutsche Projekt unter der Leitung des Multi-Instrumentalisten und Geschichten-Erzählers T. S. (alias Lupus Viridis) erweitert seine mythopoetische Vision weit über das Debüt hinaus.
Mit «Ashspawn» kehren ENTHRONED als langjährige Grössen des europäischen Black Metal zurück. Sie sind entschlossen, ihre eigene Mythologie neu zu gestalten. Anstatt alte Formeln wiederaufzugreifen, haben die belgischen Veteranen ein Album geschaffen, das gleichzeitig feierlich und explosiv wirkt – ein Werk, das die Hörer nach eigenen Angaben verunsichern, in seinen Bann ziehen und schliesslich verwandeln soll.
Schon das Cover ist ein Statement: gewagt, pulpig-retro und genau die Art von Ästhetik, die die Welt von Sabbath ausstrahlt. Musikalisch orientieren sich BLACK SABBITCH am doomigen Sound, bleiben dabei aber luftiger und melodischer als das Original.
Mit «Back to Hermetics and Martial Arts Vol. 1» liefert das serbische Kollektiv The Cyclist Conspiracy eines der exzentrischsten und cineastischsten Alben des Jahres. Es fühlt sich weniger wie ein geheimes Manuskript an, das zu Musik geworden ist. Ausgehend von balkanischen Volks-Traditionen, psychedelischem Rock, Weltmusik-Mystik und einem Hauch von Stoner Rock schafft die Gruppe neun Stücke, die wie Szenen aus einem noch nicht gedrehten Film wirken, die sich aber jeder lebhaft vorstellen kann.
Bei Metal Factory sind wir es gewohnt, die dunklen Ecken der Musik zu erkunden: die harten, okkulten, abgrundtiefen Klänge. Daher mag es wie ein Umweg erscheinen, sich mit JOY SHANNONs «In The Forest Singing Sorrowless» zu beschäftigen, einem Album, das nicht auf Verzerrung, sondern auf Harfe, Stille und Atem basiert.
Im Zentrum von «Our Breath Is Not Ours Alone» tobt ein Sturm, der sehr menschlich wirkt. Das Kollektiv TERZIJ DE HORDE aus Utrecht hebt sich seit Langem von seinen Mitstreitern ab, indem es die eisige Strenge des Black Metal mit der rohen Kraft des Hardcore und dem verletzten Herzen des Screamo verbindet.
Das Debüt-Album von HELMI Z ist kein typisches Erstlingswerk, sondern das lange gereifte Statement eines Künstlers, der seit Jahrzehnten seine Stimme, sein Handwerk und seine Haltung geformt hat. Als prägendes Mitglied und charismatische Stimme der Crossover Blues Band seit vielen Jahren vertraut, tritt er hier erstmals selbstbewusst ins Zentrum – mit einem Album, das die emotionale Unmittelbarkeit des Blues, die Erzählkraft des Folk, die Bodenständigkeit des Roots-Rock und die Intimität des Dialekts miteinander verwebt.