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Es ist relativ selten geworden, sogenannte B-Sides Tonträger zu veröffentlichen, umso mehr wenn es sich um eine eher kleinere Band wie KLAW handelt. Die Schweizer Thrasher wollten aber die vier Songs, welche aus der «Gods And Creators» Aufnahme Session stammen, nicht in den Archiven vergammeln lassen. Hört man sich die vier Songs an, kann man diesen Gedankenblitz ohne Weiteres nachvollziehen.
Mit «Space To Dive» haben sich die auf Zypern ansässigen Heavy-Rocker STONUS hohe Ziele gesteckt: konzeptionell, klanglich und emotional. Das Album, das sich zwischen der Wucht des Stoner Rock und progressiver Introspektion positioniert, versteht sich als Reise ins Innere. Was es jedoch liefert, ist eine Mischung aus inspirierten Momenten und weniger abenteuerlichen Passagen.
Aarhus gilt als eine Stadt, die Dinge offen und lautstark vertritt, und genau nach diesem Prinzip wurden DEFACING GOD 2015 gegründet. «Darkness Is My Crown» ist ein kompromissloses und emotional ernstes Werk, ein Album über Transformation, das auch so klingt. Die Dänen jagen keinen Trends hinterher und bügeln auch keine Falten, doch sie liefern ein Album ab, in dem sich Blackened Death Metal, symphonische Dunkelheit und okkulte Atmosphäre überschneiden.
Die Schweizer Proggies TICKET TO NOWHERE aus dem Kanton Luzern legen hier ein starkes Album vor. Coole Gitarren-Riffs, oft sehr fett und mit tief gestimmten Gitarren. Originelle Breaks und interessante Tempowechsel.
Wenn der Vater mit dem Sohn musiziert..., das trifft nicht nur auf den kürzlich verstorbenen Phil Campbell (R.I.P.) oder die Familie Johansson bei Tungsten zu, sondern auch auf Raphael und Morris Räber aus Küssnacht, die sich unter dem Bandnamen BACKCRAFT aktiv zeigen.
Mit «Stiller Abschied», ihrem zweiten Album in voller Länge, kehren BEDRÄNGNIS zurück und liefern ein Werk, das sich fest auf den düsteren Kern des depressiven Black Metal stützt, während sie gleichzeitig ihren Sinn für Atmosphäre subtil verfeinern.
Mark Mangold liefert hier unter dem Banner von KEYS mal wieder ein tolles, teils pompöses Rock und Hard Rock Album ab. Ein Glücksgriff war auch Sänger Jake E., der hier einen grandiosen Job abliefert.
Mit «Häxen» setzen ALKHEMIA ihren auf dem Debüt eingeschlagenen Weg fort und verfeinern ihre Interpretation des modernen Black Metal. Die französische Band stützt sich stark auf die bewährte Kombination aus tremolo-getriebenen Gitarren, unerbittlichen Blastbeats und einer anhaltenden melancholischen Grundstimmung.
Mit ihrem dritten Album «The Raven Cries One Last Time» liefern CHALICE OF SUFFERING aus Minneapolis genau das, was ihr Name vermuten lässt: langsamen, schweren und zutiefst melancholischen Death Doom Metal, der sich um Themen wie Trauer und Verlust dreht.
Nach Jahren, die von Verlust, Wandel und Selbstreflexion geprägt waren, kehren CORROSION OF CONFORMITY mit dem Doppel-Album «Good God / Baad Man» zurück. Es wirkt aber eigentlich nicht wie ein Comeback, sondern vielmehr wie ein Bekenntnis zur eigenen Identität.
Ich muss zugeben, ich liebe diese Band einfach. GREEN CARNATIONs «A Dark Poem, Part II: Sanguis» versucht nicht, den Zuhörer mit schierer Komplexität zu überwältigen. Die Stärke liegt woanders: in der Zurückhaltung, der emotionalen Klarheit und der unbehaglichen Spannung zwischen Schwere und Verletzlichkeit.
Eine signifikante Änderung der Spielart kann sowohl Fluch, wie auch Segen für eine Band sein. Mit der deutlich härteren Ausrichtung haben mich zum Beispiel Warmen überzeugen können. Berühmtestes Beispiel bleiben natürlich Metallica, die allerspätestens mit «Load» jede Menge alter Fans verloren haben. Auch die Finnen von GLADENFOLD haben sich zu einer Kurskorrektur entschlossen, weg vom früheren Children Of Bodom Stil hin zum melodischen Power Metal.
Wenn Eure Plattensammlung Euch nachts um zwei Uhr zugeflüstert: "Bring mich ins All!", dann ist «Astral Voyager Vol. 2» von Kal-El genau das Richtige, um diesem Ruf zu folgen – mit einer Lava-Lampe in der einen und einem Plasma-Gewehr in der anderen Hand.
Diese sechs CDs umfassende Box hat es in sich, sofern man die alten MSG liebt. Michael Schenker hatte sich von UFO abgesetzt und startete seine Solo-Karriere in den frühen Achtzigern.
VANIR gehören seit fast zwei Jahrzehnten zur Speerspitze des dänischen Melodic Death Metals und haben dabei ihren ganz eigenen epischen Stil entwickelt: eine geschichtsträchtige Variante mit vernichtenden Riffs, die Schicksale, Kämpfe und Mythen verbindet. Mit «Wyrd» schmiedet das Kollektiv erneut seine Klingen und marschiert auf die Schlachtfelder der Historie.
Irgendwie muss sich in den Büroräumen von "Dying Victims Records" eine Quelle befinden, welche jede Woche eine neue Band an die Oberfläche spült. So auch das schwedische Duo von HARROWED, welches mit «The Eternal Hunger» ihr Debüt veröffentlicht. Ob bei so viel neuen Bands und Alben die Qualität nicht leidet, dürfte wohl auch eine Frage des persönlichen Geschmackes sein.
Mit «Act II – Of Iron And Blood» erweitern LÖMSK ihre Debüt-Vision zu einem disziplinierten und zusammenhängenden Gesamtwerk. Das Album funktioniert am besten als Ganzes, doch einige Tracks verdeutlichen die künstlerische Bandbreite der Band besonders: «Fields Of Elysium», «Entropia», «Furia» und der Titeltrack «Of Iron And Blood». Zusammen zeigen sie, wie Lömsk Atmosphäre, Spannung und kontrollierte Wildheit im modernen, melodischen Black Metal in Einklang bringen.
Dies ist der dritte Teil einer Trilogie, die mit «The Universe Also Collapses» 2019 begann und 2023 mit «Unending Ascending» fortgesetzt wurde. GONG könnte man dabei, zusammen mit Genesis und Yes, zu den Ur-Proggies zählen, da sie auch schon mehr als ein halbes Jahrhundert aktiv sind. Nur mit dem Unterschied, dass diese Band irgendwie voll durchgeknallt ist.
Man denkt es kaum, aber dies ist schon die elfte Solo-Scheibe (!) des Stryper Sängers und Gitarristen MICHAEL SWEET. Seine unverkennbare Stimme macht sofort Lust auf mehr, denn kaum ein anderer Shouter kann von hohen Rob Halford Screams bis hin zu sehr emotionalen und feinfühligen Gesängen wechseln wie der Ami.
Die Amis FINAL GASP spielen eine Art Mucke, die sich irgendwo zwischen Lake Of Tears, Insomnium und Unto Others befindet. Düstere Gitarren-Wände, schwere Drums, ab und zu ein filigran wirkendes Solo - das klingt soweit nicht schlecht.
Mit ihrem Debüt «There Is Beauty In Letting Go» hat die Schweizer Metalcore Band VICIOUS RAIN vor zwei Jahren eine solide Visitenkarte abgegeben und ihre emotionale DNA klar umrissen.