Samstag, 18. April 2026

Metal Factory since 1999

LP/CD-Reviews (5813)

20 Jahre lärmen die Basler TOTAL ANNIHILATION schon und just zu diesem runden Geburtstag, beschenken sie die Meute mit ihrem vierten Studio-Album. Der Titel bezieht sich auf einen Comic namens "At The Mountains Of Madness" des amerikanischen Autors H.P. Lovecraft.
21 Jahre nach ihrem letzten Album hauen uns die Norweger GLUECIFER einen knackigen, wilden, rauen Longplayer um die Ohren, den so wohl niemand erwartet hätte. Mit dem Opener knallt ein fetziger Punk-Song aus den Boxen, sie können es immer noch. Die Mischung aus Rock'n'Roll, Punk und Glam-Elementen gefällt und macht gute Laune.
Auch für sein viertes Album «Nefarious Scintillations» hat sich Evan Daniele (Gesang/alle Instrumente) unter dem Banner DEAD AND DRIPPING für Transcending Obscurity Records entschieden. Von den ersten Sekunden an ist «Nefariously Scintillating Through Vacant Galactic Reservoirs» verstörend, und man wird von der Gewalt des Schöpfers mitgerissen.

KREATOR – Krusher Of The World

Freitag, 16. Januar 2026
Wenn man sich mit der musikalischen Entwicklung von KREATOR auseinandersetzt, dann stellt man fest, dass von der einstigen Rumpel-Combo nicht mehr viel übriggeblieben ist. Schon mit dem dritten Album «Terrible Certainty» (1987) vermischte Bandleader Mille harte Klänge mit melodischeren Parts und richtete immer einen Gitarren-Leckerbissen her, der seinen Ursprung in der "New Wave Of British Heavy Metal" hatte.

SOULBOUND – sYn

Freitag, 16. Januar 2026
Das Album hat definitiv etwas, was mich einfängt. Die Musik von SOULBOUND besitzt Tiefgang. Der Wechsel zwischen Härte und ruhigen Momenten, die Dynamik, welche in jedem Song aufgebaut wirkt, ist richtig gut. Das Material hat weit mehr als nur Industrial Metal zu bieten.
Lange galten sie in der Szene als Geheimtipp, Tschechiens bestgehütetes Geheimnis in Sachen Modern Metal: DYMYTRY PARADOX. Eine Band, die viele Jahre in ihrer Heimat um Anerkennung gespielt hat, und innerhalb kürzester Zeit vom Underground-Phänomen zur Arena-Band aufgestiegen ist.
BEYOND THE BLACK bleiben sehr stark! War ich bereits von ihrem selbst betitelten Vorgänger begeistert, wiederholt sich das jetzt wieder. Und auch ich tue dies hiermit: Hier ist das Songwriting schlicht massiv – und das obwohl mich BandS mit symphonischen Frauen-Stimmen sonst eher langweilen.
Sehr melodisch geht der ehemalige Survivor Musiker auf «River Of Music» ans Werk. Das ist kein reissender Fluss oder ein wütendes Meer mit peitschenden Wellen, sondern eher ein laues Bächlein, an dem JIM PETERIK & WORLD STAGE Frischverliebte zusammenbringen.

DEATH OBVIOUS – Death Obvious

Donnerstag, 15. Januar 2026
Beunruhigend oder doch beruhigend? DEATH OBVIOUS tauchten aus dem Nichts mit einem Debüt-Album in der Tasche auf, das Elemente aus Black, Death und Doom Metal vereint, um einen erschütternden Sound zu kreieren. Ohne sich an einen bestimmten Stil zu halten, macht das finnische Duo einfach die Musik, die ihrer wahnsinnigen Vision entspricht.
EXTORTIONIST bewegen sich an einer Schnittstelle, an der mehrere Subgenres des Heavy Metal aufeinandertreffen. Doch dieses Album beweist, dass gegenseitige Beeinflussung allein noch keine Garantie für Erfolg ist.
THE DECCAN TRAPS sind benannt nach einem vulkanischen Gebirgsmassiv in Indien. Sechs Musiker und eine Background-Sängerin legen hier ein beachtliches Debüt-Album vor. Sänger Ricardo Alfonso überzeugt mit einer variablen, kräftigen Stimme, hat er doch Erfahrung gesammelt als Sänger im "We Will Rock You" Musical.

MC50 – 10 More

Mittwoch, 14. Januar 2026
Ufff! Bei dem mir vorliegenden Werk musste ich ziemlich recherchieren, da es A) gar nicht meine Musik ist und B) ich von der Truppe bisher noch nie etwas gehört habe.

JIMI JAMISON – 1998 Live Hits

Dienstag, 13. Januar 2026
Der ehemalige Survivor und Cobra Sänger JIMI JAMISON beweist auf dieser Live-Scheibe, dass er eine der kraftvollsten Gesangs-Stimmen der Szene besass.
Die Adventszeit wurde früher von den Labels mit Best-Of Scheiben überflutet. Nun scheint man in Spotify Zeiten mehr auf Re-Releases Wert zu legen, eine durchaus begrüssenswerte Tendenz. So hat sich Listenable Records dem Debüt der schwedischen Death Metal Urgesteine von CADAVER angenommen.
Und da denkt man, schon alles gehört zu haben. DOME RUNNER kreieren eine gewisse Form von Industrial, aber mit der Verschrobenheit und Verkopftheit von Progressive, dazu kommen noch Einflüsse von Drone und Cyberpunk - es ist echt nicht einfach, den Sound der drei Finnen zu beschreiben.
Mit «Come Shadow Of My End» kehren MOONGATES GUARDIAN zu ihrem ursprünglichen Sound zurück. Das Album wirkt in seiner Ausrichtung vertraut, unterscheidet sich jedoch in der Umsetzung.
Ich glaube, so ziemlich das erste, das mir in den Sinn kam, als ich mir SUN OF THE DYING anhörte, war: Haben Swallow The Sun unter einem Pseudonym eine neue Platte veröffentlich? Aber das wäre irgendwie zu kurz gedacht - denn die Stimmung auf dieser Scheibe ist sehr, sehr getragen, düster, beinahe feierlich - wie bei einem Begräbnis.
Manche Alben fordern die Zuhörerinnen und Zuhörer heraus, andere spalten das Publikum. «Maldorör Disco», das neunte Album von MASTER'S HAMMER, fällt zumindest für leider in eine vierte, weitaus seltenere Kategorie: ein Werk, das sich unmöglich anhören lässt.
«The Devil's Vertep» von WINDSWEPT basiert auf einer wirklich fesselnden Grundlage: den Aufzeichnungen von Hexen-Prozessen aus dem 18. Jahrhundert in der West-Ukraine. Das Konzept ist reichhaltig, gut recherchiert und sorgfältig strukturiert.

NOVEMBRE – Words Of Indigo

Samstag, 10. Januar 2026
NOVEMBREs «Words Of Indigo» wirkt ein bisschen wie ein geduldiges Ausatmen. Mit diesem Album setzt die italienische Band ihren langen Bogen atmosphärischen Doom/Death fort - diesmal jedoch mit deutlich ruhigerer Hand am Ruder. Die Identität des Albums basiert auf Kontrasten: Samtige Melodien, die an grobe Verzerrungen grenzen, und eine emotionale Spannung, die sich langsam entfaltet, ähnlich wie sich Tinte in Wasser verteilt.
Böse Zungen behaupten, dass die Jungs aus San Francisco noch immer ihrem Erfolg des Debüt-Albums («Babylon A.D.») aus dem Jahre 1989 hinterherrennen. Ein Niveau, das sie nur mit dem Nachfolger «Nothing Sacred» (1992) auffangen konnten. Danach war dann mal Schluss und die Auflösungen sowie Wieder-Reformierungen gaben sich bei BABYLON A.D. im Zweijahrestakt die Klinke in die Hand.
J.B.O. sind bereits seit längerem auf meinem Radar, denn im Leben gibt es immer wieder Momente, die förmlich nach Spass schreien. Soll der Spass zusätzlich mit Rock oder Metal untermalt sein, wird man beim fränkischen Vierer definitiv fündig.

BULLET – Kickstarter

Freitag, 09. Januar 2026
BULLET waren in letzter Zeit nicht gerade vom Glück begünstigt. Die Pandemie hat der Band schwer zugesetzt und auch ihr kultiger Bus hat fast das Zeitliche gesegnet. Aber die Schweden haben nicht aufgegeben und das Ergebnis dieser Anstrengung ist nun – acht Jahre nach «Dust To Gold» - endlich in den Läden erhältlich. «Kickstarter» schimpft sich das Ding und wird ihre Fans gerade zu entzücken.

AZKETEM – Amid

Freitag, 09. Januar 2026
Auf seinem dritten Album «Amid» drängt der in Berlin lebende Multi-Instrumentalist Azken AZKETEM weiter in den Zwielichtbereich zwischen atmosphärischem Black Metal und schattengetränktem Gothic Rock. Das Ergebnis ist ein Album, das sich bewusst unklassifizierbar anfühlt: düster, melodisch und durchtränkt von einem Gefühl schwerer Introspektion.
Vinyl-Freunde schauen mit dieser Wiederveröffentlichung erneut in die Röhre, denn während die Doppel-CD mit satten 27 Songs punktet, müssen sich Anhänger der LP mit bloss zwölf Tracks zufrieden geben. Der Silberling kommt derweil mit drei Bonustracks auf den Markt und einem Remaster sowie einem Remix des ganzen Albums.

NOW OR NEVER – The Legacy

Donnerstag, 08. Januar 2026
Es wurde still um NOW OR NEVER, die 2013 ihr Debüt-Album, 2016 «II» und 2020 «III» veröffentlichten. Die Truppe um den ehemaligen Pretty Maids Gitarristen Ricky Marx kommt nun mit einem neuen Album ums Eck, welches sicherlich auch den alten Pretty Maids Fans gefallen wird, da sich die hübschen Mädels in den letzten Jahren immer wieder moderneren Sounds zugewandt haben.
Funeral Doom trifft auf Dark Folk, vereint durch Geduld und Zielstrebigkeit. Auf dem Papier sind BELL WITCH & AERIAL RUIN ungewöhnliche Partner, doch im Geiste sind sie unvermeidlich.
Die Australier GREYSTONE CANYON kommen mit einem halben Cover-Album auf die Fans der Melbourner zu. Die andere Hälfte sind eigene Tracks, welche den Jungs aber bedeutend besser gelungen sind.

NOFX – A To H

Mittwoch, 07. Januar 2026
Diese Scheibe dürfte für einige Kontroversen sorgen, denn einerseits lösten sich die US-Punk-Rocker NOFX 2024 offiziell auf und andererseits könnte man bei dieser Zusammenstellung von Raritäten und Demos bloss von Resten-Verwertung sprechen. Anderseits soll «A To H» jedoch Teil einer Trilogie sein.
SEASONS IN BLACK wurden 1996 tief im Bayrischen Wald gegründet und haben sich in fast drei Jahrzehnten der Metal-Entwicklung ihren eigenen unverwechselbaren Weg gebahnt.

ELLENDE – Zerfall

Dienstag, 06. Januar 2026
Dieser arktische Kälteeinbruch, der uns derzeit (Januar 5, 2026) fest im Griff hat, fühlt sich an wie ein greifbarer Ausdruck der Musik auf «Zerfall»: eine arktische Polarfaust, die alles offenlegt, verstummen lässt und gerade dadurch die schaurig-schöne Klarheit der Melancholie erst ermöglicht.
Also ein Blindkauf ist bei TYRANN mit ihren unspektakulären Schwarz-Weiss Cover eigentlich auszuschliessen. Umso erstaunlicher dass die beiden bisher erschienen Alben bisher nur auf Vinyl erhältlich sind. Dying Victims haben sich diesem Problem angenommen und veröffentlichen die beiden Scheiben nun auch auf CD.

PAPIR – IX

Dienstag, 06. Januar 2026
Vielleicht bin ich einfach nicht in der Stimmung für diese Art von Sound - oder es ist vielleicht gar keine "Musik" im herkömmlichen Sinne. «IX», das neunte Album der Instrumental-Wanderer PAPIR aus Kopenhagen, bewegt sich irgendwo zwischen Komposition und Improvisation, Struktur und Freifall.
Tatort 29. August 2024, heisst im berühmt und berüchtigten Whisky A Go Go in Los Angeles trat der ehemalige MSG, Alcatrazz und Rainbow Shouter GRAHAM BONNET auf. Der mittlerweile 77-jährige Brite verfügt noch immer über eine grandiose Stimme und lässt auf dieser Live-Scheibe die Hits erklingen, welche ihm einen Legenden-Status einbrachten.
Zwei Jahrzehnte nachdem EF mit ihrem Debüt-Album «Give Me Beauty … Or Give Me Death!» den skandinavischen Post-Rock stark geprägt haben, kehrt das Ensemble aus Göteborg zu dem Album zurück, mit dem alles begann - jedoch nicht mit einem Remaster oder aus Nostalgie heraus, sondern mit einer kompletten Neuaufnahme. Diese zeigt, wie weit EF gekommen sind, ohne das zu verlieren, was sie von Anfang an besonders gemacht hat.
Kann sich noch jemand an die veritable Power Metal Lawine erinnern, die Rhapsody (Of Fire) damals auslösten? Eine wahre Flut an italienischen Power Metal Combos enterte die Plattenläden, und vieles davon war eigentlich völlig durchschnittlicher Stoff, welchen man längst vergessen hat.
HOUSE BY THE CEMETARY zollen auch auf ihrem dritten Album «Disturbing The Cenotaph» dem Regisseur Lucio Fulci Tribut. Schliesslich ist der Bandname eine Hommage an den gleichnamigen Kult-Horrorfilm von 1981, der sich mit dem Eröffnungstrack «New York Ripper» auf blutige und brutale Weise präsentiert. Es ist ein unerbittlicher, grooviger Death Metal Kracher, der die Messlatte für bissige und viszerale Härte hochlegt.
AKTOR ist eine der vielen Nebenspielwiesen von Chris "The Professor" Black. Zusammen mit Tomi Leppänen (Schlagzeug) und Jussi Lehtisalo (Gitarre) formierte er die Gruppe im Jahre 2013. Zwei Jahre darauf erschien das Debüt-Album «Paranoia», gefolgt von «Placebo» (2020). «Professori (Season Two)» nennt sich nun das brandneue Werk.

SPEEDCLAW – Stardust

Samstag, 03. Januar 2026
Bei manchen Bands dauert es etwas länger bis sie in die Gänge kommen, was Veröffentlichungen angeht. SPEEDCLAW aus Kroatien wurden nämlich vor zehn Jahren gegründet und haben in der Zeit zwei EPs in ihrer Diskographie stehen, aber seit acht Jahren (!) nichts mehr von sich hören lassen. Der Bandname suggeriert schon, welches Genre die Jungs zocken, weshalb die Unterschrift bei Dying Victims Records nicht überraschend kommt.
Die CH-Formation PALEFACE SWISS beendet das Jahr 2025 mit geballter Faust trotz fliehender Power. Am Ende ihrer Kräfte, nach einem Jahr, in dem sie die Bühnen in Europa, den USA und Australien im Sturm erobert haben, kehren die Deathcore-Schwergewichte nicht nur mit Trophäen zurück, sondern auch mit Narben.
DIE KRUPPS kehren mit «Will nicht - MUSS!» / «On Collision Course zurück». Die EP basiert auf grossen Ideen, zeigt für mich jedoch wenig Wirkung.

STARMEN – Starmenized II

Freitag, 02. Januar 2026
Das fünfte Album vom STARMEN sollte bei mir eigentlich offene Türen einreissen. Immerhin sehen die Jungs mit ihren bemalten Gesichtern wie eine schwedische KISS Coverband aus und melodischer Hard aus Schweden Rock hat mich noch immer gepackt.
An alle Fans von Oldschool Thrash Metal: Hier kommt was für Euch! Wenn man die Augen schliesst und die Lautstärke bei FALSE REALITY aufdreht, könnte man meinen, man befinde sich in der Bay Area der frühen 1980er Jahre, als Metallica noch eine Gruppe junger Leute war, die ihren Sound suchten.
Wenn man nur nach der Stimme von Sänger Jerrie Boy Barger geht, klingt das Ganze nach Punk, da der Gute auch nicht immer alle Töne trifft. Von der Musik her klingt das Ganze bei KILLER HEARTS nach dreckigem, sehr rauem Rock, mit einer gesunden Portion Motörhead.

SISTER – The Way We Fall

Mittwoch, 31. Dezember 2025
Von den ehemaligen Sleaze Rockern SISTER ist nicht mehr viel übriggeblieben. Aktuell kreischt, röchelt und schreit sich Sänger Jamie Anderson durch die Songs hindurch. Sicher mit viel Hass und Abscheu, aber auch mit einer nicht von der Hand zu weisenden Kälte in der Stimme.

FESSUS – Subcutaneous Tomb

Dienstag, 30. Dezember 2025
Gegen Ende der 1980er und in den ersten Jahren der 1990er machten sich Bands wie Pungent Stench, Disharmonic Orchestra, Disastrous Murmur oder Miasma einen Namen, indem sie einige legendäre Platten veröffentlichten.
Nach sechzehn Jahren und fünf Studioalben, legen die Norweger ihre erste offizielle Live-Scheibe vor. 2024 im Poppodium Boerderij in Zoetermeer in Holland aufgenommen. Diese Doppel-CD zeigt die Band von ihrer besten Seite, roh, mitreissend und klanglich vielfältig, atmosphärisch.

BLUE HERON – Emulations (EP)

Dienstag, 30. Dezember 2025
Mit «Emulations» liefern die Desert Rock Titanen BLUE HERON aus Albuquerque ein donnerndes Zwischenwerk (EP) ab, das alles andere als Füllmaterial ist. Anstelle eines herkömmlichen Albums verbindet die Band neue Studio-Aufnahmen mit einer rohen Live-Session, die im KUNM-Radio aufgenommen wurde.
Ein derber Knaller nach dem anderen! In etwa so lässt sich die neue Platte von MALEFIC THRONE beschreiben. Das Supergroup-Trio (Gitarrist Gene Palubicki, Schlagzeuger John Longstreth und Steve Tucker am Mikro und Bass) kehrt mit «The Conquering Darkness» zurück, einem Album, das wohl zu den härtesten, reinsten und rohsten Death Metal Alben der Saison zählt.
Unerwartet geht das Melodic-Projekt PEARLS & FLAMES in die zweite Runde. Sänger Markus Nordenberg, Initiant und Kopf der Geschichte, hat zusammen mit Gitarrist Sven Larsson nach «Reliance» (2022) mit «Spread Your Wings» einen legitimen Nachfolger am Start.

WOLFTOOTH – Wizard's Light

Montag, 29. Dezember 2025
Das vierte Album der Amis WOLFTOOTH ist eine Mischung aus Classic-, Epic- und Black Sabbath Rock zu deren Anfangstagen. Aufgenommen wurde das Ganze mit einem ziemlich schaurigen Sound, der an die 70er-Jahre erinnert.
Für Fans der norwegischen Black Metal Grössen 1349 bietet «Winter Mass» genau das, was sie erwarten: rasante Riffs, wilde Drums von Frost und Frontmann Ravn, der mit grimmiger Entschlossenheit heult. Das Live-Set wurde kurz nach der Pandemie in Oslo aufgenommen und vereint Material aus der gesamten Karriere der Band.
Fünfzehn Jahre der Stille sind eine lange Zeit – lang genug, damit Nostalgie verblasst, Mythen erstarren und das Vermächtnis einer Band in Vergessenheit gerät. «Swerve Of Atoms» beweist jedoch, dass DECORATE. DECORATE. nie dazu bestimmt waren, eine Fussnote im dänischen Alternative Rock zu bleiben. Ihr Reunion-Album ist kein Denkmal für die Vergangenheit, sondern eine lebendige Fortsetzung ihres Schaffens, das sie 2010 unterbrochen hatten.

KILL RITUAL – In My Head

Samstag, 27. Dezember 2025
KILL RITUAL aus San Jose packen auf ihrem mittlerweile siebten Album die Metal-Grooves aus. Dabei klirren die Gitarren-Riffs, die Cymbals versuchen sich dabei immer ins Zentrum zu stellen und hinterlassen beim Ganzen eine eigene Note.
HAMMER KING, die Jungs aus der Pfalz, sind definitiv nicht faul. Sieben Alben in zehn Jahren Bandgeschichte sprechen eine deutliche Sprache. Zum 10-jährigen Jubiläum kommt nun eine überarbeitete Neuauflage des Debüts auf den Markt. Auch am Artwork hat man gearbeitet und leichte Korrekturen vorgenommen, heisst nun ist das neue Logo zu sehen.

TANKARD – Thirst (Re-Release)

Freitag, 26. Dezember 2025
Auch dieser Re-Release erscheint mit einem neuen, wundervollen, lustigen Cover und zeigt den wartenden Geier wie er sich über die beiden, sich in der Wüste umherirrenden Menschen hermachen wird. «Thirst», die dreizehnte Scheibe der Frankfurter Thrasher, ist für mich einer der besten der Herren um Sänger Gerre.

BACKFACE – The Light

Freitag, 26. Dezember 2025
BACKFACE, die fünf Jungs aus Lungern, legen hier ihr zweites Album vor. Musikalisch irgendwo im 70er-Rock verwurzelt, haut man hier zehn Songs in der Schnittmenge Rose Tattoo, AC/DC und Krokus heraus.

SCORPIONS – Coming Home Live

Donnerstag, 25. Dezember 2025
Wer 60 Jahre im Musikbusiness wie die SCORPIONS durchhält, dem gebührt grosse Ehre. Die Hannoveraner haben in den sechs Jahrzehnten alles erlebt, was es im Musikgeschäft zu erleben gibt. Grossartige Erfolg, unvergessene Konzerte ("US Festival", "Rock In Rio", "Music Peace Festival") und Songs, die zu Millionen-Hits wurden («Wind Of Change», «Still Lovin' You», «Rock You Like A Hurricane», «Send Me An Angel»).
Hier wird das 2007 veröffentlichte «White Darkness» Werk neu aufgelegt. Wer NIGHTINGALE mag, wird hier Freudensprünge machen, werden hier doch tatsächlich 22 Bonustracks, zusätzlich zum normalen Album, geboten!
Mit neuem Cover erscheint das zwölfte Album der Frankfurter Thrasher TANKARD als Re-Release. Mit ihrem typischen, leicht punkigen und immer vorantreibenden Thrash Metal, welcher die unverkennbare Handschrift der Jungs um Sänger Gerre trägt, kommt ein weiteres Werk zu seiner Wiederveröffentlichung.

AVRALIZE – Liminal

Mittwoch, 24. Dezember 2025
Ein liminaler Raum ist ein leerer oder verlassener Ort, der aufgrund der Abwesenheit jeglicher menschlicher Präsenz oder Anzeichen dafür seltsam oder sogar surreal wirken kann. Ein völlig leerer Parkplatz oder ein verlassener Spielplatz können dazu gehören, ebenso wie die aus dem Internet stammenden Backrooms. So viel zum Titel des Albums «Liminal» der deutschen Band AVRALIZE.
Diese Deluxe-Neuauflage wurde aus den Original-Multitracks neu abgemischt und remastert. Dadurch atmet TAAKEs «Noregs Vaapen» wieder Nordavind (eisiger Nordwind). Die Gitarren zeichnen klarere Konturen, die tiefen Töne hämmern endlich wie Stiefel auf gefrorenem Eis und Hoests verbrannte Gesangs-Stimme liegt mit chirurgischer Klarheit im Mix.

ALCATRAZZ – Prior Convictions

Mittwoch, 24. Dezember 2025
Nun gut…, das neue Album von ALCATRAZZ beinhaltet zwei neue Tracks («Transylvanian Requiem» und «Stand And Wait Your Turn»), während der Rest Neueinspielungen alter Klassiker sind. Auch wenn ich Sänger Giles Lavery schätze, aber was damals Graham Bonnet (ehemals Rainbow, MSG) einsang, ist eine Klasse für sich.

INFERNAL PRESENCE – Fiery Paths

Dienstag, 23. Dezember 2025
Von meinem neblig-verhangenen Sitzplatz in Luzern aus, wo die Tage zu einer grauen, unbeweglichen Masse verschwimmen, fällt es mir schwer, mich nicht zu fragen, ob Weimar – die Heimatstadt von INFERNAL PRESENCE - in einer ähnlich bedrückenden Stille versunken ist. «Fiery Paths» klingt jedenfalls wie Musik, die an einem Ort entstanden ist, an dem das Licht nur schwer durchbrechen kann. Dieses Debüt-Album entflieht der Düsternis nicht, sondern formt diese zu etwas Bewusstem und Fesselndem.

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